Was Gemini 3 Pro wirklich kann: Googles neue KI verschiebt die Grenzen

Von 26. November 2025Dezember 5th, 2025Blog3 Min. Lesezeit

Mit Gemini 3 Pro hat Google ein KI-Modell vorgestellt, das in der Szene für Aufsehen sorgt – nicht nur wegen seiner Platzierungen in führenden Benchmarks wie LM Arena oder „Humanity’s Last Exam“, sondern auch wegen seiner praktischen Fähigkeiten. Die neue Generation der Gemini-KI versteht und verarbeitet komplexe Aufgaben besser, verknüpft unterschiedliche Datenquellen und liefert Ergebnisse, die sowohl informativ als auch visuell beeindruckend sind.

Ein wesentliches Merkmal von Gemini 3 Pro ist der Abschied von reinen Textantworten. Stattdessen erzeugt die KI Infografiken, Plakate oder Poster, die aus Texten, Bildern und Zusatzdaten bestehen. Ein Beispiel: Ein Prompt zur Darstellung des Deutschen Ecks in Koblenz führte zu einem technisch kommentierten Architekturplakat im Bauplanstil – mit einigen anfänglichen Schwächen, aber nach Korrekturen erstaunlich treffsicher.

Das Modell versteht zudem Video-Inhalte in Echtzeit. Es analysiert nicht mehr nur Transkripte, sondern „sieht“ und „hört“ das Geschehen – Bild für Bild und Ton für Ton. Fragen wie „Wie verändert sich der Gesichtsausdruck bei diesem Satz?“ lassen sich damit auf ganz neue Weise beantworten.

In der Anwendung wird deutlich: Mit dem aktivierten „Thinking“- oder „Deep-Think“-Modus werden Denkprozesse ausgeweitet, der Output differenzierter. So lässt sich z. B. ein Wikipedia-Artikel zur Weltbevölkerung in ein vierteiliges Unterrichtsposter oder sogar in ein interaktives, magazinartiges Onlineformat mit Echtzeitdaten umwandeln – inklusive erfundenem Titel wie „Nexus – Demografie & Zukunft“.

Gemini 3 Pro findet sich nahtlos in Googles Ökosystem wieder – auf Plattformen wie gemini.google.com
, in der Notiz-KI NotebookLM
und integriert in die mobile Gemini-App. Für Premiumfunktionen ist ein Abo nötig.

Mit Nano Banana Pro, einer Weiterentwicklung von Googles Bild-KI, sind zudem ausgefeiltere Bildbearbeitungen möglich – vom Umwandeln neuronaler Netze in Biesty-ähnliche Illustrationen bis hin zum Kombinieren mehrerer Fotos. Beeindruckend ist auch die Fähigkeit, Poster mit detaillierten deutschen Texten zu generieren – inklusive typografischer Vielfalt, realistischer Lichtverhältnisse und Formatänderungen.

Zusätzlich wurde mit Antigravity eine Plattform vorgestellt, auf der Entwickler KI-Agenten in einem geschützten Raum aufgabenorientiert arbeiten lassen können – inklusive Browserzugriff und visueller Rückmeldung bei KI-Aktivitäten.

Die Konkurrenz bleibt wachsam. Während OpenAI mit GPT-5.1 nachlegt, überzeugt Google vor allem bei grafischen Ausgaben und der Nutzerfreundlichkeit. In den Vergleichsportalen wie LM Arena liegt Gemini vorn, auch wenn API-Nutzungszahlen derzeit nicht transparent veröffentlicht werden.

Gemini 3 Pro markiert einen Wendepunkt: weg vom rein Textbasierten, hin zu einer multimodalen, visuellen und proaktiven KI. Es ist weniger ein Werkzeug – und mehr ein echter Assistent.

Quelle: FAZ.NET: Was Gemini 3 Pro wirklich kann