Ich bin teilweise auf eBooks umgestiegen

Von 11. April 2011Dezember 5th, 2025Blog3 Min. Lesezeit

Meine beiden Vorstandskollegen bei SYNAXON haben mich in den letzten Jahren technisch ziemlich abgehängt. So was kann ich natürlich nicht auf Dauer akzeptieren. Das ausgerechnet unser Finanzvorstand Mark Schröder in Bezug auf digitale Produkte deutlich vorne lag, war dann letztlich der Grund, dass ich mal ordentlich nachgerüstet habe.

Dazu gehörte auch, dass ich mich auf seine Empfehlung hin mit dem Thema eBooks befasst habe. Das für mich als eingefleischten Bücherfreund eigentlich nie ernsthaft eine Alternative zu den altmodischen Produkten der Holzindustrie. Aber ich musste mittlerweile einsehen, dass Papierbücher erhebliche Nachteile haben. Wenn man auf Reisen und im Urlaub immer die gerade zur Stimmung passenden Bücher dabei haben möchte, ist das eine ziemliche Schlepperei.

Ich habe erstmal angefangen auf dem iPad mit der Kindle App mein erstes eBook zu lesen. Das ist nicht schlecht aber nach spätestens 2h lesen strengt das deutlich mehr an, als bei einem Papierbuch. Und das iPad ist mir zu schwer für lange Lesungen.

Also habe ich mir als nächstes den Kindle eBook Reader von amazon besorgt. Und ich bin nach dem ersten vollständigen eBook ziemlich begeistert. Der Kindle hat kein aktiv leuchtendes Display sondern ist passiv. Ich brauche also zum Lesen das gleiche Licht, wie bei einem Papierbuch. Das führt allerdings dazu, dass man mit diesem Gerät nicht schneller ermüdet als mit der Papiervariante. Die Schrift ist gestochen scharf. Flimmern tut da auch nix mehr. Der Akku hält jetzt schon länger als eine Woche, trotz intensiver Nutzung. Das Teil hat nur einen Bruchteil des Gewichtes eines iPad und der meisten Bücher die ich sonst lese. Damit kann man bequem hunderte Bücher mit sich herumtragen und hat jetzt immer das Passende dabei. Das Gerät hat kein Touchscreen, sondern ganz altmodische Tasten. Ich finde das nicht schlecht. Das Display braucht dann nicht immer wieder gereinigt werden. Die Bedienung klappt intuitiv ohne großes Handbuchstudium.

Großartig finde ich auch die Whispersync Funktion. Egal auf welchem Gerät ich gelesen habe, nehme ich danach ein Anderes, lese ich dort weiter wo ich aufgehört habe. Das ist praktisch, wenn man mal kurz Zeit hat, um auf dem iPhone, dem Notebook der dem iPad weiterzulesen und den Kindle nicht dabei hat. Wenn mehr als 100 Leser eine Stelle in dem Buch markiert haben, sieht man das als Leser.

Nun zu den Ärgernissen:
Es gibt nur 2.500 deutschsprachige Bücher für Kindle. Darunter ist keins, welches mich interessiert. Der englischsprachige Markt ist hingegen hervorragend abgedeckt. Ich hoffe, dass die deutschen Verlage hier endlich bald nachziehen.

Das ist schon ärgerlich. Richtiger Mist ist das Digital Rights Management der Bücher und die Preispolitik. Gerade bei Bestsellern sind die eBooks oft teurer als die Papiervariante. Dafür kann ich es nicht kopieren oder verleihen, was mit der billigeren Papiervariante ohne weiteres geht.
Grundsätzlich wird zwar das Verleihen von der Kindle Software unterstützt. Die meisten Verlage haben diese Möglichkeit aber gesperrt. Das ist bei den Preisen eine Sauerei!

Trotzdem überwiegen die Vorteile und ich werde auch weiterhin eBooks grollend beziehen.