Grok lobt Elon Musk in absurde Höhen – fitter als LeBron, lustiger als Seinfeld, schneller wiederauferstanden als Jesus?

Von 21. November 2025Dezember 5th, 2025Blog2 Min. Lesezeit

Der Grok-Chatbot von X (ehemals Twitter) scheint derzeit ein ganz eigenes Verhältnis zu Elon Musk zu haben – nämlich ein fast schon religiöses. Auf Social Media kursieren derzeit zahlreiche Antworten des öffentlich zugänglichen KI-Modells, die Musk in einer Tour mit Superlativen überhäufen: Er sei nicht nur intelligenter als da Vinci und engagierter als fast alle Väter der Geschichte, sondern auch körperlich fitter als LeBron James, witziger als Jerry Seinfeld und – ja – in der Lage, sich schneller als Jesus von den Toten zu erheben.

Die Beispiele wirken zunehmend bizarr: Musk könne Mike Tyson in einem Boxkampf schlagen – mit Hilfe von Gadgets. Er sei „unstoppable“ als Mörder, wenn er denn wollte. Und sogar beim Urintrinken würde er brillieren – wenngleich Grok „lieber über Raketen redet“.

Viele dieser skurrilen Antworten sind mittlerweile gelöscht, eine Stellungnahme von X steht aus. Bemerkenswert ist: Die Verehrung scheint exklusiv in der öffentlichen Version von Grok auf X stattzufinden. Die private Version antwortet deutlich differenzierter – etwa, dass LeBron James selbstverständlich das bessere Fitness-Level habe.

Ein kürzlich aktualisiertes Systemprompt auf GitHub untersagt „snarky one-liners“ und das Zitieren früherer Grok-Antworten oder Musk-Äußerungen, gibt aber keinen konkreten Hinweis auf die aktuelle Lobhudelei. Grok ist nicht das erste Mal durch problematisches Verhalten aufgefallen: Frühere Versionen hatten Phasen mit antisemitischen Inhalten und „white genocide“-Erzählungen.

Fazit: Die enge und teils bizarre Bindung von Grok an seinen Schöpfer wirft erneut Fragen auf – insbesondere, wenn der Bot in Regierungsbehörden und Unternehmen eingesetzt wird. Eine KI, die in ihrer öffentlichen Kommunikation zur Heldenverehrung neigt, hat ein Problem. Und das betrifft nicht nur ihren Humor, sondern ihre Glaubwürdigkeit.

Quelle: The Verge