Bundeswehr will mit OpenDesk auf Open Source setzen

Von 8. April 2025Dezember 5th, 2025Blog2 Min. Lesezeit

Mit dem Projekt „OpenDesk“ plant die Bundeswehr, künftig verstärkt auf quelloffene Software zu setzen. Ziel ist es, eine moderne, sichere und flexible Arbeitsumgebung für die Streitkräfte zu schaffen – und dabei gleichzeitig von proprietären Lösungen unabhängiger zu werden. Hinter dem Projekt steckt das IT-Amt der Bundeswehr in Zusammenarbeit mit Dataport und dem Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (DTEC.Bw).

OpenDesk basiert auf bekannten Open-Source-Komponenten wie Nextcloud, Collabora Office und Thunderbird. Als Basisbetriebssystem ist Linux vorgesehen. Der gesamte Stack soll modular aufgebaut und langfristig weiterentwickelbar sein – auch durch die Community. Die Bundeswehr positioniert sich damit als Vorreiter in der öffentlichen Verwaltung, was den Einsatz freier Software angeht.

Bemerkenswert: Im Gegensatz zu anderen Behördenprojekten wird OpenDesk nicht nur intern getestet, sondern aktiv als Open-Source-Projekt veröffentlicht. Das heißt: Der Quellcode ist öffentlich zugänglich, sodass externe Entwickler und Organisationen mitwirken oder eigene Ableger erstellen können. Ziel ist ein möglichst breiter Einsatz – auch über die Bundeswehr hinaus.

Langfristig soll OpenDesk nicht nur mehr digitale Souveränität bringen, sondern auch die IT-Beschaffung vereinfachen und Kosten senken. Kritische Stimmen merken allerdings an, dass es in der Vergangenheit bereits ähnliche Initiativen gab, die nicht über das Pilotstadium hinauskamen. Ob OpenDesk dieses Schicksal vermeiden kann, bleibt abzuwarten.

Quelle: Golem.de

Frank Roebers
Gründer und Geschäftsführer | Fox Romeo IT GmbH

Frank Roebers bringt über 30 Jahre Erfahrung in der IT-Branche mit. Als ehemaliger Vorstandsvorsitzender der SYNAXON AG leitete er Europas größtes IT-Kooperationsnetzwerk mit über 300 Mitarbeitern und einem Einkaufsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro.

Mit der SYNAXON-Tochter einsnulleins etablierte er das Modell professioneller IT-Betreuung zum Festpreis für KMU – das Unternehmen wuchs auf über 120 Mitarbeiter an mehr als 10 Standorten.

Heute entwickelt er mit Fox Romeo Management-Strukturen für mittelständische IT-Organisationen. Seine Arbeit fokussiert sich auf planbare, messbare IT-Prozesse als Wettbewerbsfaktor. Als Redner behandelt er in seinem Projekt „Sabbeln für Kohle" Themen wie Digitalisierung, Führung und künstliche Intelligenz.

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