Amazon plant bis zu 30.000 Stellenstreichungen im Konzern – größter Abbau seit 2022

Von 28. Oktober 2025Januar 9th, 2026Blog2 Min. Lesezeit

Amazon steht laut internen Quellen vor dem größten Stellenabbau seiner Geschichte seit 2022: Bis zu 30.000 Jobs im Konzernbereich sollen gestrichen werden, das entspricht fast 10 % der weltweit rund 350.000 Büroangestellten. Betroffen sind voraussichtlich Abteilungen wie Personal (PXT), Operations, Devices & Services sowie Amazon Web Services (AWS).

Die Kündigungswelle startet laut Bericht bereits diese Woche – erste E-Mails an betroffene Mitarbeitende sollen am Dienstag versendet werden. Manager:innen der betroffenen Teams wurden im Vorfeld geschult, wie sie die Entlassungen kommunizieren sollen.

CEO Andy Jassy verfolgt einen harten Sparkurs, will Bürokratie abbauen und setzt verstärkt auf automatisierte Prozesse durch Künstliche Intelligenz (KI). Eine interne Beschwerdestelle habe bereits zu über 450 Prozessveränderungen geführt. Analyst:innen sehen in der neuen Entlassungswelle einen Hinweis darauf, dass KI-gestützte Effizienzgewinne mittlerweile ausreichen, um ganze Aufgabenbereiche zu ersetzen. Schon früher hatte Jassy betont, dass Automatisierung repetitive Aufgaben zunehmend überflüssig mache.

Interessant: Der rigide Rückholbefehl ins Büro – Amazon verlangt als eines der wenigen Tech-Unternehmen eine 5-Tage-Präsenzwoche – hat nicht den gewünschten Mitarbeiterschwund erzeugt. In einigen Fällen wurden Angestellte, die weiterhin remote arbeiten, ohne Abfindung als „freiwillig ausgeschieden“ betrachtet.

Amazon beschäftigt weltweit rund 1,55 Millionen Menschen. Der anstehende Abbau trifft vor allem den Konzernbereich, nicht das operative Geschäft. Gleichzeitig stockt der Konzern seine Saisonarbeitskräfte für das Weihnachtsgeschäft auf 250.000 auf, wie in den Vorjahren. Auch das zeigt die Zweigleisigkeit der Strategie: Kosten runter im Overhead, Hochbetrieb im Lager.

Im Vergleich zur Konkurrenz schwächelt AWS, Amazons wichtigstes Geschäftsfeld, beim Wachstum: Während Google Cloud und Microsoft Azure zweistellige Zuwächse jenseits der 30 % verzeichneten, lag AWS im Q2 bei nur 17,5 %. Ein schwerer Ausfall des Dienstes vor wenigen Tagen verschärft den Druck auf die Cloud-Sparte.

Quelle:
Reuters – Amazon targets as many as 30,000 corporate job cuts, sources say

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Frank Roebers

Gründer und Geschäftsführer bei Fox Romeo IT GmbH
Frank Roebers bringt über 30 Jahre IT-Erfahrung mit. Als ehemaliger CEO der SYNAXON AG leitete er Europas größtes IT-Kooperationsnetzwerk mit 300+ Mitarbeitern und einem Einkaufsvolumen von über einer Milliarde Euro. Mit der Tochter einsnulleins etablierte er professionelle IT-Betreuung zum Festpreis für KMU – das Unternehmen wuchs auf 120+ Mitarbeiter an 10+ Standorten. Heute entwickelt er mit Fox Romeo Management-Strukturen für mittelständische IT-Organisationen und fokussiert auf messbare IT-Prozesse als Wettbewerbsfaktor. Als Redner behandelt er Digitalisierung, Führung und KI.
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