Aufmerksamkeit um jeden Preis: Die stille Explosion minderwertiger KI-Inhalte

Von 2. Januar 2026Februar 15th, 2026News2 Min. Lesezeit

Kapwing, eine Plattform für Videoerstellung und -bearbeitung, hat eine umfangreiche Analyse zur Verbreitung von sogenanntem AI Slop auf YouTube veröffentlicht – ein Phänomen, das weit über technische Spielerei hinaus für die digitale Medienlandschaft relevant ist. AI Slop bezeichnet dabei automatisiert erzeugte, qualitativ schlechte Videos, die mit minimalem menschlichen Aufwand produziert werden und vor allem eines erreichen sollen: maximale Sichtbarkeit und Klicks. Begleitet wird dieser Begriff häufig von dem noch drastischeren Label Brainrot – Inhalte, die durch Reizüberflutung und Wiederholung Aufmerksamkeit erzeugen, aber keinen echten Informationswert haben.

Die zentralen Ergebnisse des Reports zeigen, dass bis zu einem Drittel der YouTube-Shorts-Empfehlungen für neue Accounts aus AI Slop oder Brainrot besteht – ein Anteil, der selbst erfahrene Mediennutzer überrascht. In einer Simulation mit einem frisch angelegten YouTube-Profil wurden bei den ersten 500 empfohlenen Videos rund 21 % klar als AI-generiert und weitere 33 % als Brainrot klassifiziert. Das bedeutet: Algorithmische Empfehlungssysteme belohnen nicht unbedingt Qualität, sondern Sichtbarkeit und Wiederholung.

Weltweit gewinnen solche Inhalte massiv an Reichweite. In verschiedenen Ländern haben reine AI Slop-Kanäle Millionen von Abonnenten und Milliarden von Views gesammelt – Spanien führt bei Abonnentenzahlen, Südkorea bei reinen Aufrufen. Einzelne Kanäle, etwa aus Indien, erreichen über zwei Milliarden Views und werden auf mehrere Millionen Dollar Jahresumsatz geschätzt.

Für Unternehmen und digitale Strategien ist das mehr als ein technisches Randphänomen: Es beschreibt ein ökonomisches Umfeld, in dem Automatisierung und algorithmische Verbreitung zunehmend über Sichtbarkeit entscheiden, unabhängig von Qualität oder Relevanz. Das hat direkte Folgen für Marken, deren Inhalte im Wettbewerb um Aufmerksamkeit stehen – und zeigt, wie wichtig qualifizierte, strategisch gedachte Content-Produktion in einer Welt ist, in der sich Systeme nach Engagement und nicht nach inhaltlicher Tiefe richten.

Quelle: Kapwing

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Frank Roebers

Gründer und Geschäftsführer bei Fox Romeo IT GmbH
Frank Roebers bringt über 30 Jahre IT-Erfahrung mit. Als ehemaliger CEO der SYNAXON AG leitete er Europas größtes IT-Kooperationsnetzwerk mit 300+ Mitarbeitern und einem Einkaufsvolumen von über einer Milliarde Euro. Mit der Tochter einsnulleins etablierte er professionelle IT-Betreuung zum Festpreis für KMU – das Unternehmen wuchs auf 120+ Mitarbeiter an 10+ Standorten. Heute entwickelt er mit Fox Romeo Management-Strukturen für mittelständische IT-Organisationen und fokussiert auf messbare IT-Prozesse als Wettbewerbsfaktor. Als Redner behandelt er Digitalisierung, Führung und KI.
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