Viele mittelständische Unternehmen haben ihre IT in den letzten Jahren stark erweitert, oft aus nachvollziehbaren Gründen. Neue Tools sollten schnelle Lösungen schaffen, Zusammenarbeit ermöglichen oder Prozesse digitalisieren. Zurück bleibt jedoch häufig eine gewachsene Landschaft, die schwer zu steuern ist.
Typische Symptome sind doppelte Funktionen, unklare Zuständigkeiten und steigende Kosten. Mitarbeitende arbeiten parallel in mehreren Systemen, Daten sind verteilt, und Entscheidungen werden reaktiv getroffen. Digitalisierung wird so zum Belastungsfaktor statt zum Wettbewerbsvorteil.
Eine klare IT-Strategie wirkt hier ordnend. Sie verknüpft technologische Entscheidungen mit unternehmerischen Zielen und schafft Orientierung. Welche Systeme sind zentral? Wo lohnt Integration, wo Vereinfachung? Welche Standards helfen langfristig? Schon wenige strategische Leitplanken reduzieren Komplexität spürbar.
Entscheidend ist, dass IT-Strategie nicht als internes IT-Projekt verstanden wird. Sie gehört auf Geschäftsführungsebene und lebt vom Dialog zwischen Fachbereichen und IT. Unternehmen, die diesen Prozess strukturiert angehen, gewinnen nicht nur Transparenz, sondern auch Entscheidungsfähigkeit – gerade in Phasen weiterer Digitalisierung.
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