Kleine und mittlere Unternehmen stehen längst im Fokus von Cyberkriminellen. Nicht trotz, sondern wegen ihrer Größe. Angriffe werden heute automatisiert durchgeführt und treffen gezielt dort, wo Schutzmaßnahmen lückenhaft sind und Ausfälle besonders schmerzhaft wirken.
Phishing-Kampagnen, kompromittierte Zugangsdaten und Ransomware-Angriffe gehören zum Alltag. Besonders problematisch ist, dass viele Angriffe keine hochkomplexen Methoden nutzen, sondern bekannte Schwachstellen ausnutzen. Fehlende Mehrfaktor-Authentifizierung, verzögerte Updates oder ungetestete Backups reichen oft aus, um erheblichen Schaden zu verursachen.
In der Praxis zeigt sich, dass Sicherheitsprobleme selten an einzelnen Tools scheitern, sondern an fehlenden Grundlagen. Mitarbeitende sind unsicher im Umgang mit verdächtigen E-Mails, Zuständigkeiten im Ernstfall sind unklar, und Notfallpläne existieren nur auf dem Papier. Gleichzeitig wird von Sicherheitslösungen erwartet, was sie nicht leisten können: vollständige Absicherung ohne organisatorische Anpassungen.
Unternehmen, die Cybersecurity als kontinuierliche Aufgabe begreifen, sind deutlich resilienter. Sie kombinieren technische Maßnahmen mit klaren Prozessen und regelmäßiger Sensibilisierung. Gerade hier zahlt sich ein pragmatischer Ansatz aus, der Risiken realistisch bewertet und Maßnahmen priorisiert – statt auf maximale, aber unrealistische Sicherheit zu setzen. Wir bieten da ein auf KMU ausgerichtetes Reifegradmodell, welches das Spannungsfeld zwischen unerreichbar, teuer und kompliziert und Ignoranz optimal justiert.