Ein 35-jähriger Ex-ITler aus Ohio hat nach seiner Entlassung seinem früheren Arbeitgeber richtig Ärger eingebrockt: Er verschaffte sich erneut Zugang ins Unternehmensnetz, gab sich als Kollege aus, schnappte sich gültige Zugangsdaten – und ließ dann ein Powershell-Skript über die Systeme laufen, das rund 2.500 Passwörter zurücksetzte. Damit sperrte er Tausende Mitarbeitende und Partner aus ihren Accounts aus.
Die Aktion war nicht nur nervig, sondern richtig teuer: Über 862.000 US‑Dollar Schaden sollen laut US-Staatsanwaltschaft entstanden sein – durch Ausfallzeiten, unterbrochenen Kundenservice und jede Menge Aufwand, um die IT wieder flottzubekommen. Anschließend versuchte der Täter, seine Spuren zu verwischen, indem er Systemlogs löschte.
Das Ganze geschah beim Entsorger Waste Management, berichten lokale Medien. Jetzt drohen dem Mann bis zu zehn Jahre Haft und eine saftige Geldstrafe von bis zu 250.000 US‑Dollar. Das genaue Strafmaß wird am 30. Januar 2026 erwartet.
Dass solche Vergeltungsaktionen kein Einzelfall sind, zeigt ein weiterer Fall aus dem August: Ein 55-Jähriger hatte zuvor sogar einen automatischen Kill-Switch in die Systeme seines Arbeitgebers eingebaut, der nach seiner Kündigung alle Kolleg:innen aussperrte – und dafür ebenfalls mehrere Jahre Haft kassiert.
Quelle: Golem.de