Wie ChatGPT wirklich genutzt wird – und was das über unsere Arbeit verrät

Von 23. September 2025Januar 9th, 2026Blog2 Min. Lesezeit

OpenAI hat erstmals Zahlen zur tatsächlichen Nutzung von ChatGPT veröffentlicht – und die Ergebnisse überraschen. Obwohl der Chatbot zunehmend im Berufsalltag ankommt, wächst vor allem der private Einsatz rasant. Inzwischen werden fast drei Viertel aller Nachrichten außerhalb der Arbeit geschrieben. Die Nutzerbasis ist global, vielfältig – und zunehmend weiblich.

Besonders auffällig: Die Nutzung von ChatGPT ist stark von konkreten Aufgaben getrieben. Drei Kategorien dominieren fast 80 % aller Konversationen: praktische Anleitungen, Informationssuche und das Schreiben bzw. Überarbeiten von Texten. Vor allem letzteres spielt im Arbeitskontext eine Schlüsselrolle. 40 % der berufsbezogenen Interaktionen betreffen Textproduktion – meist nicht von Grund auf neu, sondern zur Optimierung vorhandener Entwürfe.

In Management und Business ist der Schreibanteil sogar noch höher: Mehr als die Hälfte aller arbeitsbezogenen Prompts entfällt hier auf Textbearbeitung. Der Mythos vom Rollenspiel- oder Beziehungs-KI-Nutzer relativiert sich: Solche Anwendungen machen nur rund zwei Prozent aller Prompts aus.

Ein weiteres Ergebnis: Fragen stellen ist produktiver als bloßes Output-Verlangen. Nutzer, die Orientierung oder Einordnung suchen, sind im Schnitt zufriedener mit den Ergebnissen. Das spricht für ChatGPT als kognitive Unterstützung beim Entscheiden – nicht bloß als Generator für Content.

Geografisch wächst die Nutzung besonders stark in Ländern mit mittlerem Einkommen – ein Zeichen für die zunehmende Verbreitung über Hightech-Märkte hinaus. Auch interessant: Die unter 26-Jährigen dominieren in der Nutzungsmenge, während Ältere ChatGPT stärker für Arbeitszwecke einsetzen.

Ökonomisch betrachtet wird KI nicht primär zur Automatisierung eingesetzt, sondern zur Verbesserung von Qualität, Geschwindigkeit und Entscheidungsfindung. Fast die Hälfte aller beruflichen Interaktionen lässt sich auf Informationsbeschaffung, Aufbereitung und Dokumentation zurückführen – klassische Tätigkeiten der Wissensarbeit.

Das Fazit der Analyse: Generative KI ist auf dem Weg, ein universelles Werkzeug für Denken, Entscheiden und Strukturieren zu werden – mit größerem Einfluss auf unsere Arbeitsweise als viele zunächst angenommen haben. Der nächste Entwicklungsschritt wird zeigen, ob sich diese Stärken systematisch in Organisationen verankern lassen.

Quelle: FAZ.NET – „Wie Menschen ChatGPT wirklich nutzen“ von Holger Schmidt

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Frank Roebers

Gründer und Geschäftsführer bei Fox Romeo IT GmbH
Frank Roebers bringt über 30 Jahre IT-Erfahrung mit. Als ehemaliger CEO der SYNAXON AG leitete er Europas größtes IT-Kooperationsnetzwerk mit 300+ Mitarbeitern und einem Einkaufsvolumen von über einer Milliarde Euro. Mit der Tochter einsnulleins etablierte er professionelle IT-Betreuung zum Festpreis für KMU – das Unternehmen wuchs auf 120+ Mitarbeiter an 10+ Standorten. Heute entwickelt er mit Fox Romeo Management-Strukturen für mittelständische IT-Organisationen und fokussiert auf messbare IT-Prozesse als Wettbewerbsfaktor. Als Redner behandelt er Digitalisierung, Führung und KI.
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