Apple unter Druck: KI-Offensive stockt, Siri bleibt hinter den Erwartungen

Von 14. August 2025Januar 22nd, 2026Blog2 Min. Lesezeit

Apples großer Einstieg in die KI-Ära gerät ins Wanken. Während Konzerne wie Google, OpenAI und Meta ihre KI-Modelle rasant weiterentwickeln, hinkt Apple hinterher – sichtbar wird das besonders an der überfälligen Erneuerung von Siri. Die im Frühjahr groß angekündigte neue Version des Sprachassistenten konnte in internen Tests nicht überzeugen: Zentrale Funktionen funktionierten nicht wie versprochen, die Einführung wurde gestoppt, Werbespots zurückgezogen.

Die Verzögerungen sind Symptom eines tieferliegenden Problems. Apple verfolgte bisher die Strategie, neue Technologien erst zu integrieren, wenn sie ausgereift sind. Doch bei generativer KI funktioniert dieses Prinzip nicht mehr: Die Konkurrenz iteriert schnell, Apple bleibt im alten Takt und scheitert damit an der Komplexität moderner KI-Systeme. Interne Strukturen, konservative Finanzentscheidungen und zu spät aufgebaute Rechenkapazitäten bremsen die Entwicklung zusätzlich.

Trotz eines Investitionsprogramms über 600 Milliarden Dollar und struktureller Umstellungen – etwa der Verlagerung der Siri-Entwicklung unter Mike Rockwell – bleibt der Fortschritt schleppend. Gleichzeitig verliert Apple wichtige KI-Talente an Konkurrenten wie Meta. Der Mangel an interner GPU-Kapazität, die Abhängigkeit von externen Clouds und der Spagat zwischen Datenschutz und Trainingsnotwendigkeiten erschweren das Aufholen zusätzlich.

Auch geopolitischer Druck wächst: Die US-Regierung drängt auf mehr inländische Produktion, während Apple weiter stark auf asiatische Lieferketten angewiesen ist. Neue Investitionsversprechen in den USA sollen politische Risiken abfedern, ändern aber wenig an den wirtschaftlichen Realitäten.

Der KI-Rückstand bleibt für Apple nicht folgenlos: Siri ist kein bloßes Komfortfeature, sondern entscheidend für das Überleben im KI-getriebenen Gerätemarkt. Eine starke, verlässliche Siri ist nötig, um iPhones attraktiv zu halten und die lukrativen Services zu schützen – etwa den milliardenschweren Suchdeal mit Google, der durch KI-Assistenten zunehmend entwertet wird.

Apple steht damit vor einer doppelten Herausforderung: Die technischen Grundlagen müssen modernisiert werden, und gleichzeitig muss das Unternehmen zeigen, dass es in der KI-Ära relevant bleiben kann. Dafür braucht es mehr als Ankündigungen – es braucht funktionierende Produkte. Und die Zeit, in der Geduld ausreichte, ist endgültig vorbei.

Quelle: FAZ

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Frank Roebers

Gründer und Geschäftsführer bei Fox Romeo IT GmbH
Frank Roebers bringt über 30 Jahre IT-Erfahrung mit. Als ehemaliger CEO der SYNAXON AG leitete er Europas größtes IT-Kooperationsnetzwerk mit 300+ Mitarbeitern und einem Einkaufsvolumen von über einer Milliarde Euro. Mit der Tochter einsnulleins etablierte er professionelle IT-Betreuung zum Festpreis für KMU – das Unternehmen wuchs auf 120+ Mitarbeiter an 10+ Standorten. Heute entwickelt er mit Fox Romeo Management-Strukturen für mittelständische IT-Organisationen und fokussiert auf messbare IT-Prozesse als Wettbewerbsfaktor. Als Redner behandelt er Digitalisierung, Führung und KI.
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